Gefallendenkmäler aus dem Raum Cosel / Oberschlesien

Auch in kleinen Orten gibt es Leute, die mit der örtlichen Heimat sehr verbunden sind. Das gilt für Gebiete, wo die Bevölkerung erst seit Ende des II WK lebt und um so mehr für Orte, wo die gleichen Familien seit Jahrhunderten wohnen. Die Söhne der Familien haben leider auch in Kriegen gekämpft und dabei oft ihr Leben geopfert. Das kennen wir wohl alle auch aus der Geschichte der eigenen Familien.

Im Januar habe ich bei „Gość Niedzielny“ (eine katholische Wochenzeitschrift) eine Buchrezension gelesen. Der Titel „100 Jahre nach dem Großen Krieg 1914-1918“ (auch auf Deutsch geschrieben) hat mich aufmerksam gemacht und ich habe gedacht, dass es bestimmt etwas für meine Leser ist 🙂

Der Autor ist der Verein für die Entwicklung von Reinschdorf („Stowarzyszenie Rozwoju Reńskiej Wsi„) in Oberschlesien, bei Cosel. Genau werden die Herren Piotr Zdanowicz und Tomasz Kandziora genannt. Diese Herren haben alle Gefallendenkmäler aus den Gemeinden Reinschdorf, Pawlowitzke, Groß Neukirch, Czissek und Birawa fotografiert und beschrieben. Wie sie selbst schreiben „wir möchten diese Orte darstellen – deren Geschichte, den Entstehungskontext, architektonische Elemente, den technischen Zustand“. Dies ist den Autoren gelungen und dazu ist das Buch auch auf Deutsch! Die Denkmäler sind ausführlich beschrieben und mit schönen Fotos versehen. Es fehlen mir aber die Namensliste der Gefallenen. Die Bilder reichen dazu leider nicht aus, die Namen zu entziffern.

Ich habe den Verein kontaktiert um zu erfahren wo man das Buch kaufen kann. Die erste Antwort war nicht gerade befriedigend – nur direkt in dem Verein, es wird nicht versandt (es wurden nur 300 Exemplare ausgedruckt). Dann aber habe ich die Genehmigung bekommen, dieses Buch als pdf-Datei hier, in meinem Blog  zur Verfügung zu stellen! Wenn es also für Dich interessant ist, hier kannst Du das Buch runter laden (fast 45 MB):

100 Jahre nach dem Großen Krieg

Es wird dadurch auch das bestätigt, was ich schon in meinem Buch meine: die kleinen, örtlichen Vereine, die sich mit der Geschichte des Ortes beschäftigen können eine sehr gute Informationsquelle sein! Oft sind sie ein Teil der deutschen Minderheit oder arbeiten eng miteinander. Dann fällt auch das Sprachproblem aus 🙂

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

 

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