Lexikon der Vertreibungen

In den nächsten Wochen wird in Deutschland ein Buch veröffentlicht, Es gibt ein Buch, das wohl für alle Ahnenforscher die in Polen forschen wichtig sein kann. Es handelt sich um „Lexikon der Vertreibungen“ das von internationalen (auch polnischen) Autoren geschrieben wurde. Es umfasst nicht nur die Nachkriegszeit und die deutsche Bevölkerung, sondern den Zeitraum 1912 – 1999 in ganz Europa.

Lexikon der Vertreibungen - Bild



Und so wird das Buch beschrieben:

Das „Lexikon der Vertreibungen“ ist das erste Nachschlagewerk zu einem Thema, das in letzter Zeit sowohl in der Forschung wie in der breiten Öffentlichkeit heftig diskutiert worden ist. Es hat zum Ziel, den derzeitigen Stand der Forschung zur Geschichte der Deportationen, Zwangsaussiedlungen und ethnischen Säuberungen in Europa zwischen 1912 und 1999 zu bilanzieren.

Als Ergebnis einer internationalen wissenschaftlichen Kooperation umfasst das Lexikon mehr als 300 Artikel von über 100 Experten aus verschiedenen Ländern Europas. Die betroffenen ethnischen Gruppen und Akteure, die wichtigsten Vertreibungs- und Aufnahmegebiete werden im Lexikon ebenso systematisch erschlossen wie zentrale Begriffe aus Wissenschaft und Recht sowie historische Ereignisse, Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken.

Zur Erleichterung weiterer Recherchen sind jedem Lexikontext Literaturhinweise beigegeben. Das Werk ist zudem mit einem Personen-, Orts- und Sachregister ausgestattet.

Ich hoffe, dass diese Publikation ein objektives Bild der Vertreibungen darstellt (in Polen ist dieses Thema sehr umstritten) und dass das Werk eine gute Informationsquelle für uns Ahnenforscher darstellt.

Insel Wollin und Usedom

Insel Wollin ist die einzige Insel, die heute ganz zu Polen gehört. Die größten Städte sind Misdroy (Międzyzdroje) und Wolin.

Es gibt eine Forschergruppe, die sich mit der Familienforschung auf der Insel Usedom und Wollin beschäftigt. Die Internetseite ist sehr informativ – mit Kirchspielen, Forschungsschwerpunkten (nach Familiennamen und nach Ortschaften), sogar Forschungsergebnissen. Die Zusammenstellung von Literatur zur Geschichte der beiden Inseln sieht sehr gut aus. Sehr informativ ist auch der Wegweiser zur Ahnenforschung auf der Insel Wollin (im pdf-Format).

Ich denke, dass es eine Schatztruhe für jeden ist, der auf den beiden Inseln seine Vorfahren sucht.

Übrigens: bei Google Books gibt es ein Buch über die Insel Wollin, das im Jahr… 1851 erschienen ist! Die Insel Wollin und das Seebad Misdroy. Historische Skizze.
Man kann es online lesen und auch runterladen.

Vermisstenliste von Marienburg

Vor einiger Zeit habe ich über dem neulich entdeckten Massengrab in Marienburg berichtet. Die Toten haben wohl ihre Ruhestätte auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Stare Czarnowo bei Stettin gefunden, aber die Geschichte geht wohl weiter. Letztens bin ich auf die offizielle Gemeinde-Vermisstenliste von Marienburg gestoßen.

Diese Liste wurde in dem Jahr 1960 von der offiziellen Meldestelle in Lübeck erstellt, ist nach Straßennamen sortiert und auf 245 Seiten beinhaltet 1840 Namen. In dem Massengrab wurden 1800 Toten gefunden – heißt es, dass die Liste das Geheimnis lüften wird? Das müssen die Historiker beurteilen, es wäre aber für die Familien eine wichtige Information.

Hier können Sie lesen, was Bild.de (!) dazu schreibt:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2009/01/10/marienburg-massengrab/liste-der-opfer.html
und hier können Sie selbst in der Liste stöbern:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2009/01/10/marienburg-massengrab/liste-uebersicht.html

Pommerische Gesellschaft (Westpreußen)

Die Seite www.ptg.gda.pl (auch deutsche Sprachversion vorhanden!) gehört der Pommerischen Ahnenforschungsgesellschaft. Sie können dort kostenlos in den Urkunden-Datenbanken stöbern. Die Mitglieder der Gesellschaft haben die Bücher durchgeblättert und daraus die Daten entnommen. Es gibt zwar keine Verfilmungen, nur die Daten selbst.

Auf der Seite http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/main/ finden Sie die Aufstellung aller Urkunden, die durchgearbeitet wurden. Dort finden sie den entsprechenden Ort. Aus der Tabelle entnehmen Sie welche Urkunden in der Datenbank zu finden sind.
Wenn Sie aus dem Menu Datenbanken -> Taufen, Eheschliessungen oder Bestattungen Index wählen bekommen Sie eine Suchmaske die Ihnen erlaubt nach Daten zu suchen.

Und wenn Sie in Pommern mehr unterstützung suchen, wenden Sie sich unmittelbar an die Pommerischen Ahnenforschungsgesellschaft. Ich denke selbst, wenn Sie deutsch schreiben wird Ihnen geholfen. Viel erfolg!

norc.pl

Neulich habe ich eine sehr interessante Seite im Internet gefunden die ermöglicht die Straßen und Gebäuden in verschiedenen Orten sich genauer in 360-Grad Ansicht anzuschauen. Dieser Service befindet sich unter der Adresse http://www.norc.pl/ ist nur in der englischen, russischen und rumänischen Sprachversion verfügbar und wurde von einer… rumänischen(!) Firma gestellt.

Was dort zu finden ist: wie es auf der Hauptseite steht, man kann die Städte Warschau (Warszawa), Krakau (Kraków), Breslau (Wrocław) und Poznan (Poznań) besichtigen. Das ist aber noch nicht alles. Ich habe festgestellt, dass auch Oberschlesien bearbeitet wurde: Gleiwitz (Gliwice), Zabrze, Beuthen (Bytom), Königshütte (Chorzów), Kattowitz (Katowice)…

Um genau zu überprüfen was zur Verfügung gestellt wurde soll die Karte möglichst aus weiter Entfernung besichtigt werden.

Dort, wo unregelmäßige blaue Linien zu sehen sind kann man sich die Straßen näher ansehen. Und das gilt nicht nur für Polen. Die von Ihnen, die vielleicht auch in Tschechen, in der Slovakei oder in Ungarn forschern finden auch Bilder aus diesen Länder.

Wie funktioniert das ganze: Sie suchen sich eine Stadt aus, schauen sich genau den Stadtplan an und klicken auf einen blauen Punkt. Wenn Sie z.B. den Markt in Beuthen aufsuchen sieht es folgend aus:

Oben rechts sehen Sie ein 360-Grad Bild aus dem von Ihnen gewähltem Punkt, das sich mit dem Cursor rechts und links bewegen lässt.
Viel Spaß! 🙂

Hinterpommern, Westpreußen

Neulich habe ich eine nette E-mail vom Herrn Uwe Kerntopf bekommen der seine Internetseiten vorgestellt hatte, die die Gebiete Hinterpommern und Westpreußen, wie auch Dobriner Land betreffen.

Beide Seite haben den gleichen Layout und beinhalten wertvolle Informationen:

  • Indexe der katholischen und evangelisch-augsburgischen Gemeinden. Mit Angaben welche Kirchenbücher bis heute erhalten blieben und wo sie jetzt zu finden sind.
  • Index der Standesämter
  • Liste der Ortschaften in einzelnen Kreisen (teilweise mit zusätzlicher Beschreibung)
  • Literaturangaben

Für die Provinzen Pommern und Westpreussen gibt es auch eine Karten-Übersicht.

Fazit: es ist für Forscher die in dieser Gegend suchen eine gute Informationsquelle.

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