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Staatsarchiv Stettin - Liste der online Bestände

Online Bestände des Staatsarchiv Stettin

Auch das Staatsarchiv in Stettin stellt seine Bestände ins Netz. Auf der Internetseite wird zwar geschrieben, dass die Scanns auch bei szukajwarchiwach.pl zu finden sind, aber die wenige Versuche, die ich gemacht habe haben gezeigt, dass es wohl nicht immer der Fall ist.

Unter dem Link http://www.szczecin.ap.gov.pl/iCmsModuleArchPublic/showDocuments/nrap/65 in der linken Spalte befindet sich die vollständige Liste der digitalisierter Bestände (unter „Katalog materiałów zdigitalizowanych“). Darunter sind folgende Akte zu finden:

  • Museum des Stargard-Landes (Muzeum Ziemi Stargardzkiej)
  • Repatriierungsamt  (Powiatowy Urząd Repatriacyjny w …)
  • Bezirksgericht (Sąd Obwodowy w …)
  • Standesamt (Urząd Stanu Cywilnego w …)

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Des Buche "Weißer Sperling - Schwarzer Mann"

Otty Aust und Ihre Geschichte – eine Buchrezension

Vor einiger Zeit habe ich in der Facebook-Gruppe „Schlesien-Genealogie“ (die ich sehr empfehle) Harald Metz kennen gelernt, der mich auf sein Buch „Weißer Sperling – Schwarzer Mann: Biographie einer Zeitzeugin von 1926 bis 1948„, das er zusammen mit seiner Mutter geschrieben hat, aufmerksam gemacht hat:

Otty’s Familie lebte in Oberglogau / Oberschlesien und wie Sie wissen, meine Familie stammt auch aus Oberschlesien. Otty’s Erzählungen aus den Jahren 1926-45 zeigen das einfache Familienleben und manche Ereignisse beschreiben auch das Leben meiner Eltern oder Großeltern. Mein Vater erzählte zum Beispiel, dass als er noch klein war (während des Krieges), seine Mutter einen Kolonialwarenladen geführt hat, und sein Vater im Krieg war, auch er ein Kindermädchen mit dem Vornamen Martha hatte. Es musste wohl den gleichen Dienst machen wie damals auch Otty bei einer Familie, im Kindergarten oder im Krankenhaus.

Besonders interessant ist, dass junge Mädchen zur Ausbildung 1944 nach.. Warschau geschickt wurden! In der polnischen Schule (die ich besucht habe) wird nur die Geschichte aus der polnischen Sicht erzählt und ich hatte keine Ahnung von der zivilen, deutschen Bevölkerung in Warschau. Ich wünschte mir hier mehr Einzelheiten, man kann aber nicht vergessen, dass die Welt damals mit den Augen eines Teenagers gesehen wurde und sich eher an dem Kontakt mit gleichalterigen (auch Soldaten) konzentriert hat.

In dem Zweiten Teil ist dann die Flucht aus Oberglogau beschrieben. Mit vielen Einzelheiten und überraschenden Ereignissen. Es ist schon merkwürdig, welche Rolle manchmal der Zufall spielt. Die Familie von Otty hatte sehr viel Glück, weil alle Familienmitglieder den Krieg überlebt und sich dann wieder zusammen getroffen haben.

Das Buch ist mit viel Liebe geschrieben, von einem Augenzeugen und nicht von einem Historiker, dadurch glaubhafter. Ich habe den Gefühl, dass ich die Familie Aust sehr gut kennen gelernt habe und warte ungeduldig auf weitere Bücher, die der Autor angekündigt hat 🙂

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Geburtstagstorte

Geburtstagsgeschenke 🙂

Liebe Ahnenforscher,

morgen, am 28. September bin ich wieder um ein Jahr erfahrener 🙂 Das letzte Jahr war voll mit neuen Erfahrungen, Hoffnungen, kleinen Erfolgen aber auch mit Sorgen und Ungewissheiten gefüllt. Ich hoffe, dass die nächsten Monate endlich etwas mehr Ruhe mit sich bringen werden.

Ich möchte Ihnen aus diesem Anlass ein Geschenk geben und eine Überraschung mitteilen.

Das Geschenk

Der Ahnenforscher weiß ganz genau, dass er die ältesten Familienmitglieder aufsuchen und durchfragen soll. Es ist aber oft so, dass man dann nicht so ganz genau weiß welche Fragen man stellen soll. Die befragten Personen wissen auch nicht gleich, welche Informationen für Sie von großer Bedeutung sein können.

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Diözesanarchiv in Oppeln - ein Bild aus dem Mikrofilm

Besuch in dem Diözesanarchiv in Oppeln

Vor einigen Wochen habe ich das Diözesanarchiv in Oppeln besucht. Ich denke, es wäre wichtig hier vorzustellen wie die Arbeit dort aussieht, was zu beachten ist und welche Ergebnisse man erwarten kann.

Das Leben ist nicht einfach

  • Das erste Problem ist der Termin. Nein, es ist das Folge-Problem 🙂 Das erste Problem liegt darin, dass es in dem Archiv nur EIN Lesegerät für die Mikrofilme gibt. Und weil es dort NUR Mikrofilme gibt heißt es, dass an einem Tag nur eine Person arbeiten kann. Was natürlich einen entscheidenden Einfluss auf die Termine hat – man muss schon mit einigen Monaten rechnen.
  • Das Personal ist gerade auch nicht besonders ausgebaut – es gibt nur einen einzigen Mitarbeiter – ks. Sebastian Krzyżanowski, der gleichzeitig auch der Archivdirektor ist. Dazu kommt noch, dass er zeitgleich als Pfarrer in einer kleinen Pfarrgemeinde an der tschechischen Grenze tätig ist. Die Entfernung nach Oppeln beträgt ca. 90 km was dazu führt, dass…
  • Das Archiv arbeitet nur einmal in der Woche, dienstags, zwischen 11:00 – 20:00 Uhr.
  • Die einzige Möglichkeit, Kopien aus den gefundenen Urkunden zu machen ist die eigene Kamera, mit der man… den Bildschirm abfotografieren kann! Eine zusätzliche Schwierigkeit ist, dass die Lampen auf dem Bildschirm reflektieren. Wenn die Lampen ausgeschaltet werden, ist es wieder in dem Raum zu dunkel 🙂 Manche Mikrofilme gibt es als Negative, sie sehen wie oben dargestellt aus, die Positive so:

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Poznan / Posen

Der Großpolnische Verein für Familienforschung und seine Bestände

Heute möchte ich Ihnen wieder einen polnischen Verein für Familienforschung vorstellen. Dieses mal geht es um den

Großpolnischen Verein „Gniazdo“,

der 2006 gegründet wurde. Seit dieser Zeit haben die Mitglieder ehrenamtlich eine enorme Arbeit geleistet. Zahlreiche Quelldateien wurden eingescannt und indexiert. Und es handelt sich nicht „nur“ um die Indexierung der Urkundenbücher, die bei szukajwarchiwach.pl veröffentlicht sind, aber auch um sonstige Tätigkeiten wie z.B.:

  • Bearbeitung der Klerauszählung aus den Erzbischofssitzen in Gniezno, Pelplin und Poznan
  • Erstellung und Veröffentlichung von Indexen der katholischen und evangelischen Eheschließungen in Großpolen in den Jahren 1835 – 1884
  • Erstellung und Veröffentlichung von Indexen der großpolnischen Geistlichen aus dem XVII – XX Jahrhundert (mit Fotodokumentation der Beerdigungsorten)
  • Erstellung und Veröffentlichung von Indexen der Verstorbenen, die auf dem Friedhof an der Straße Samotna in Poznan beigesetzt wurden.

„Veröffentlichung“!

Ja, auf der Homepage gibt es zahlreiche Daten, die man online durchsuchen kann. Die Seite gibt es zwar auch in der deutschen Sprache, aber wie es so oft vorkommt, viele „statische“ Inhalte auf Polnisch bleiben. Und das sind hier eben die interessantesten Sachen 🙂

In dem Menu links unter „Wyszukiwarki“ gibt es Suchfelder, wo man in folgenden Datenbanken nach Einträgen suchen kann:

Was mir aber am meisten gefällt, ist die

Datenbank BASIA

Aufgrund eines Abkommens mit dem Staatsarchiv in Posen, die eingescannten und online (bei szukajwarchiwach.pl) gestellten Kirchenbücher wurden indexiert. Es ist aber nicht alles. Es gibt hier ein paar geniale Lösungen, wie z.B. die Darstellung der vorhandenen (eingescannten) und indexierten Urkunden auf Karten. Die Karten sind sehr nützlich, nicht nur für Großpolen.

  • Karte, die zeigt aus welchen Orten eingescannte Dokumente für die Indexierung bereit stehen und online durchsucht werden können:

Mapa BASIA 1

  • und eine ähnliche Karte, die zeigt, für welche Orten die Indexierung schon durchgeführt wurde:

Mapa BASIA 2

Es sind Google-Karten, die natürlich beliebig vergrößert werden können. Wenn Sie auf ein Punkt klicken, erfahren Sie rechts von der Karte welche Urkunden indexiert wurden und aus welchen Zeiträumen. Um in der Datenbank zu stöbern kommen Sie auf die Startseite, dort befindet sich das Suchformular:

Mapa BASIA 3

Es ist schon die erweiterte Version, die einfache lässt nur den Nachnamen einzutragen. Hier können Sie noch den genauen Ort oder  den Zeitraum bestimmen. Wenn die Suche (die manchmal etwas länger dauert) erfolgreich war, es kommt folgende Seite mit den Ergebnissen:

Mapa BASIA 4

Rechts (grün markiert) befindet sich eine Liste aller Orte, wo der gesuchte Name gefunden wurde. Weil ich hier die Suche nur für einen Ort eingeschränkt habe, besteht die Liste nur aus einem Punkt. Darunter kommen die einzelne Einträge und wenn man auf die Nummer des Scanns klickt gelangt man direkt zu dem eingescannten Dokument. Wie nützlich! 🙂

Ich glaube, die Bestände des Großpolnischen Vereins sind so interessant, dass ich bestimmt noch von anderen Möglichkeiten berichten werde.

Erzählen Sie mal in den Kommentaren, welche Urkunden Sie dank der oben beschriebenen Datenbank gefunden haben!

 

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