Open post
Staatsarchiv Kattowitz - das Gebäude

Staatsarchiv Kattowitz – modern und groß

In den letzten Tagen habe ich wieder ein Staatsarchiv besucht, dieses mal in Kattowitz. Es hat mich wegen seiner Größe überrascht, aber das müsste man schon bei einem Archiv, das so ein weitreichendes Gebiet umfasst, vermuten. Mit Größe meine ich nicht unbedingt das Gebäude, es tut sich dort einfach viel mehr, es gibt mehr Besucher, mehr Personal, die Prozeduren sind an das große Volumen der Bestände angepasst.

Der Arbeitsraum ist sehr groß und bequem. Die Arbeitstische bieten genügend Platz selbst für mehrere Bücher und sind gut beleuchtet. Man kann noch eine zusätzliche Lampe direkt über dem Tisch einschalten. Gleichzeitig können mehrere Personen arbeiten, die sich gegenseitig nicht stören, weil die Tische weit auseinander gestellt sind.

Digitale Bestände werden auf den vorhandenen PC’s zugänglich gemacht, es gibt auch Lesegeräte für Mikrofilme. Das Archiv verfügt auch über einen Scanner.

Weiter lesen „Staatsarchiv Kattowitz – modern und groß“

Open post
Staatsarchiv Stettin - Liste der online Bestände

Online Bestände des Staatsarchiv Stettin

Auch das Staatsarchiv in Stettin stellt seine Bestände ins Netz. Auf der Internetseite wird zwar geschrieben, dass die Scanns auch bei szukajwarchiwach.pl zu finden sind, aber die wenige Versuche, die ich gemacht habe haben gezeigt, dass es wohl nicht immer der Fall ist.

Unter dem Link http://www.szczecin.ap.gov.pl/iCmsModuleArchPublic/showDocuments/nrap/65 in der linken Spalte befindet sich die vollständige Liste der digitalisierter Bestände (unter „Katalog materiałów zdigitalizowanych“). Darunter sind folgende Akte zu finden:

  • Museum des Stargard-Landes (Muzeum Ziemi Stargardzkiej)
  • Repatriierungsamt  (Powiatowy Urząd Repatriacyjny w …)
  • Bezirksgericht (Sąd Obwodowy w …)
  • Standesamt (Urząd Stanu Cywilnego w …)

Weiter lesen „Online Bestände des Staatsarchiv Stettin“

Open post
Diözesanarchiv in Oppeln - ein Bild aus dem Mikrofilm

Besuch im Diözesanarchiv Oppeln

Vor einigen Wochen habe ich das Diözesanarchiv in Oppeln besucht. Ich denke, es wäre wichtig hier vorzustellen wie die Arbeit dort aussieht, was zu beachten ist und welche Ergebnisse man erwarten kann.

Das Leben ist nicht einfach

  • Das erste Problem ist der Termin. Nein, es ist das Folge-Problem 🙂 Das erste Problem liegt darin, dass es in dem Archiv nur EIN Lesegerät zwei Lesegeräte für die Mikrofilme gibt. Und weil es dort NUR Mikrofilme gibt heißt es, dass an einem Tag nur eine Person zwei Personen arbeiten können. Was natürlich einen entscheidenden Einfluss auf die Termine hat – man muss schon mit einigen Monaten rechnen.
  • Das Personal ist gerade auch nicht besonders ausgebaut – es gibt nur einen einzigen Mitarbeiter – ks. Sebastian Krzyżanowski, der gleichzeitig auch der Archivdirektor ist. Dazu kommt noch, dass er zeitgleich als Pfarrer in einer kleinen Pfarrgemeinde  tätig ist. Es führt dazu, dass…
  • Das Archiv nur einmal in der Woche arbeitet, dienstags, zwischen 11:00 – 20:00 Uhr.
  • Die einzige Möglichkeit, Kopien aus den gefundenen Urkunden zu machen ist die eigene Kamera, mit der man… den Bildschirm abfotografieren kann! Eine zusätzliche Schwierigkeit ist, dass die Lampen auf dem Bildschirm reflektieren. Wenn die Lampen ausgeschaltet werden, ist es wieder in dem Raum zu dunkel 🙂 Manche Mikrofilme gibt es als Negative, sie sehen wie oben dargestellt aus, die Positive so:

Weiter lesen „Besuch im Diözesanarchiv Oppeln“

Open post
Poznan / Posen

Der Großpolnische Verein für Familienforschung und seine Bestände

Heute möchte ich Dir wieder einen polnischen Verein für Familienforschung vorstellen. Dieses mal geht es um den

Großpolnischen Verein „Gniazdo“,

der 2006 gegründet wurde. Seit dieser Zeit haben die Mitglieder ehrenamtlich eine enorme Arbeit geleistet. Zahlreiche Quelldateien wurden eingescannt und indexiert. Und es handelt sich nicht „nur“ um die Indexierung der Urkundenbücher, die bei szukajwarchiwach.pl veröffentlicht sind, aber auch um sonstige Tätigkeiten wie z.B.:

  • Bearbeitung der Klerauszählung aus den Erzbischofssitzen in Gniezno, Pelplin und Poznan
  • Erstellung und Veröffentlichung von Indexen der katholischen und evangelischen Eheschließungen in Großpolen in den Jahren 1835 – 1884
  • Erstellung und Veröffentlichung von Indexen der großpolnischen Geistlichen aus dem XVII – XX Jahrhundert (mit Fotodokumentation der Beerdigungsorten)
  • Erstellung und Veröffentlichung von Indexen der Verstorbenen, die auf dem Friedhof an der Straße Samotna in Poznan beigesetzt wurden.

Veröffentlichung der Indexe!

Ja, auf der Homepage gibt es zahlreiche Daten, die man online durchsuchen kann. Die Seite gibt es zwar auch in der deutschen Sprache, aber wie es so oft vorkommt, viele „statische“ Inhalte bleiben auf Polnisch. Und das sind doch eben die interessantesten Sachen 🙂

In dem Menu links unter „Wyszukiwarki“ gibt es Suchfelder, wo man in folgenden Datenbanken nach Einträgen suchen kann:

Was mir aber am meisten gefällt, ist die

Datenbank BASIA

Aufgrund eines Abkommens mit dem Staatsarchiv in Posen, die eingescannten und online (bei szukajwarchiwach.pl) gestellten Kirchenbücher wurden indexiert. Es ist aber nicht alles. Es gibt hier ein paar geniale Lösungen, wie z.B. die Darstellung der vorhandenen (eingescannten) und indexierten Urkunden auf Karten. Die Karten sind sehr nützlich, nicht nur für Großpolen.

  • Karte, die zeigt aus welchen Orten eingescannte Dokumente für die Indexierung bereit stehen und online durchsucht werden können:

Mapa BASIA 1

  • und eine ähnliche Karte, die zeigt, für welche Orten die Indexierung schon durchgeführt wurde:

Mapa BASIA 2

Es sind Google-Karten, die natürlich beliebig vergrößert werden können. Wenn Du auf ein Punkt klickst, erfährst Du rechts von der Karte welche Urkunden indexiert wurden und aus welchen Zeiträumen. Um in der Datenbank zu stöbern komme auf die Startseite, dort befindet sich das Suchformular:

Mapa BASIA 3

Es ist schon die erweiterte Version, die einfache lässt nur den Nachnamen einzutragen. Hier kannst Du noch den genauen Ort oder  den Zeitraum bestimmen. Wenn die Suche (die manchmal etwas länger dauert) erfolgreich war, es kommt folgende Seite mit den Ergebnissen:

Mapa BASIA 4

Rechts (grün markiert) befindet sich eine Liste aller Orte, wo der gesuchte Name gefunden wurde. Weil ich hier die Suche nur für einen Ort eingeschränkt habe, besteht die Liste nur aus einem Punkt. Darunter kommen die einzelne Einträge und wenn man auf die Nummer des Scanns klickt gelangt man direkt zu dem eingescannten Dokument. Wie nützlich! 🙂

 

Open post
Oppeln / Opole Oberschlesien

Lange Termine in dem Diözesanarchiv Oppeln!

Ich habe in der letzten Zeit mehrere Anfragen nach Urkunden aus den katholischen Gemeinden um Falkenberg (Niemodlin) in Oberschlesien bekommen. Die Kirchenbücher, die ich gesucht habe gibt es noch (manchmal) vor Ort in den Gemeinden oder in dem Diözesanarchiv in Oppeln als Mikrofilme.

Weil ich an einem Ort in Oppeln mehrere Anträge bearbeiten könnte, habe ich mich bei dem Archivdirektor gemeldet und wollte einen Termin vereinbaren.

Der frühste Termin

… befindet sich aber erst im.. Oktober 2016! Das Problem ist, dass das Archiv nur einmal in der Woche arbeitet und dass es dort nur EIN Lesegerät für die Mikrofilme zur Verfügung steht. Kopien können mit eigenen Kameras / Smartfons aus dem Display gemacht werden. Ich habe es noch nie gemacht, der Direktor sagte aber, dass es ganz gut funktionieren soll.

Brauchen auch Sie etwas aus dem Archiv in Oppeln?

Ich werde bestimmt (wenigstens) einen Termin für Oktober buchen. Und wenn ich dabei bin, kann ich gleich mehrere Termine vereinbaren, wenn Interesse besteht.

Melden Sie sich bitte bei mir, wenn Sie in den Kirchenbücher aus der Diözese Oppeln recherchieren oder Kopien machen möchten. Wo sich die für Sie relevante Urkunden befinden können Sie in der Archivdatenbank Pradziad erfahren. Oder schreiben Sie mich an, wenn Sie Zweifel haben.

Open post
Staatsarchiv Pless - Innenraum

Staatsarchiv in Pless (Schlesien)

Letzten Donnerstag habe ich das Staatsarchiv in Pless besucht. Ich wurde gebeten einige Urkundenbücher durch zu schauen und eine bestimmte Heiratsurkunde zu finden.

Der Auftraggeber hat schon mal Kontakt mit dem Archiv aufgenommen und auch eine Antwort (auf polnisch) erhalten. Dann habe ich mich mit einer E-mail gemeldet, die auch schriftlich beantwortet wurde. Als ich vor Ort gekommen bin, die Archivmitarbeiter kannten schon die Geschichte und haben mich vor gewarnt, dass die Aufgabe gar nicht zu leicht wäre. Und sie hatten Recht 🙂 Die gesuchten Nachnamen traten in den Dokumenten sehr oft auf und die gleichen Vornamen haben die Recherchen nicht gerade leichter gemacht 🙂

Wo befindet sich das Archiv?

Es ist sehr leicht zu finden. Der Archivsitz befindet sich in dem Schloss (wo auch ein Museum ist), direkt an dem Marktplatz. Der Eingang zu dem Schlossplatz sieht folgend aus:

2016-03-17 12.12.07

Hinten Links sieht man das Schlossgebäude, der Eingang ist an der Seite:

Weiter lesen „Staatsarchiv in Pless (Schlesien)“

Die Erzdiözese in Posen gibt nur Abschriften aus!

Abschrift AP

Was bekomme ich bei einem Erzdiözesenarchiv?

Ich bin immer davon ausgegangen, dass man in den Staatsarchiven und Erzdiözesenarchiven endlich an die originale Kopien kommen kann. Keine Abschriften, keine hohe Gebühren, keine Einschränkungen, endlich sind die Dokumente frei zugänglich!

In den meisten Fällen stimmt das auch. Wenn die Urkundenbücher erhalten wurden, bekommt man für wenig Geld eine Kopie.

In jedem Archiv?

Leider nicht 🙂 Wie es sich in der letzten Zeit gezeigt hat, das Erzdiözesenarchiv in Posen hat seine eigene Regelungen eingeführt.

Es werden dort leider keine Kopien gemacht, sondern nur Abschriften in Form von einer Urkunde.

Wie ihr oben sehen könnt, das ausgestellte Urkunde sieht schön und edel aus (viel schöner als auf diesem Bild), ist mit einem Hologramm versehen. Die Abschriften werden in der gleichen Sprache ausgegeben, wie das ursprüngliche Dokument erstellt wurde. Die Bezeichnungen der Daten werden polnisch und lateinisch beschriftet.

Was kostet es?

So eine Abschrift ist leider nicht mehr so günstig wie die Kopien 🙁 Es gibt zwei Arten von Urkunden:

  • genealogische Urkunden – kosten 30,00 PLN je Dokument
  • amtliche Urkunden für Erb- oder Gerichtszwecken – kosten 100,00 PLN je Dokument
  • dazu werden noch 5,00 PLN Porto berechnet

Falls jemand die Kontonummer braucht:

Bank Zachodni WBK S.A. 6 O. w Poznaniu

Plac Wolności 15, 60-967 Poznań

ARCHIDIECEZJA POZNANSKA

swift code: WBKPPLPP

Kontonummer: PL47 1090 1362 0000 0001 1306 1178

Bekommt man in Posen überhaupt keine Kopien?

Doch, aber in dem Staatsarchiv. Das Erzdiözesenarchiv hat wie gesagt eigene Prozeduren und dort bekommen Sie leider keine Kopien. So wurde es mir leider in einer E-mail (im Januar 2016) mitgeteilt.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie in anderen Archiven immer die gewünschten Kopien bekommen? Teilen Sie es mit! 🙂

Posts navigation

1 2 3
Scroll to top
WP-Highlight