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Nadel im Stohhaufen

Lebende Familienmitglieder in Polen finden

Ein Ahnenforscher beschäftigt sich hauptsächlich mit der Suche nach den Vorfahren und geht tief in die Vergangenheit. Wenn dann aber aus dem AHNENforscher ein FAMILIENforscher wird, kommt die Frage nicht nur nach der Vergangenheit, aber auch nach der Gegenwart.

Wie man die noch lebende Familienmitglieder sucht habe ich auch in meinem E-Buch beschrieben, hier noch mal eine Zusammenfassung. Ich möchte Dir 8 Tips geben, um die Suche nach der immer noch in Polen lebenden Familie zu erleichtern.

1.  Finde alle möglichen Informationen in alten Urkunden

Die noch in Polen lebende Angehörigen haben einen Vorfahren, der mit Dir verwandt ist. Hast Du wirklich alles überprüft, was ihn betrifft? Achte auch auf Informationen, die irgendwo nur einmal oder am Rande vermerkt wurden. Ein Stempel auf der Geburtsurkunde mit dem Vermerk, wo diese Person geheiratet hat. Ein Zufallsfund, wo der Vorfahre als Taufpate MIT Wohnort angegeben wurde usw. Weiter lesen „Lebende Familienmitglieder in Polen finden“

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Staatsarchiv Stettin - Liste der online Bestände

Online Bestände des Staatsarchiv Stettin

Auch das Staatsarchiv in Stettin stellt seine Bestände ins Netz. Auf der Internetseite wird zwar geschrieben, dass die Scanns auch bei szukajwarchiwach.pl zu finden sind, aber die wenige Versuche, die ich gemacht habe haben gezeigt, dass es wohl nicht immer der Fall ist.

Unter dem Link http://www.szczecin.ap.gov.pl/iCmsModuleArchPublic/showDocuments/nrap/65 in der linken Spalte befindet sich die vollständige Liste der digitalisierter Bestände (unter „Katalog materiałów zdigitalizowanych“). Darunter sind folgende Akte zu finden:

  • Museum des Stargard-Landes (Muzeum Ziemi Stargardzkiej)
  • Repatriierungsamt  (Powiatowy Urząd Repatriacyjny w …)
  • Bezirksgericht (Sąd Obwodowy w …)
  • Standesamt (Urząd Stanu Cywilnego w …)

Weiter lesen „Online Bestände des Staatsarchiv Stettin“

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Katowice / Kattowitz

Oberschlesische Genealogische Gesellschaft (Górnośląskie Towarzystwo Genealogiczne) „Silius Radicum“

Auch in Oberschlesien ist eine genealogische Gesellschaft „Silius Radicum“ tätig. Sie konzentriert sich auf dem Gebiet um Kattowitz (grob bezeichnet) und arbeitet mit dem Staatsarchiv in Kattowitz zusammen.

Digitalisierung der Urkundenbücher

Diese Zusammenarbeit ist wohl für den Internet-Ahnenforscher von großer Bedeutung, weil die Mitglieder bei der Digitalisierung der Urkundenbücher helfen. Das Archiv selbst macht es nach eigenem Plan natürlich auch, aber die Gesellschaft bearbeitet Urkunden, die (noch) nicht in dem Plan stehen. Und was sehr interessant ist – die Scanns werden online gestellt!  Weil es aber wie gesagt keine „offizielle, planmäßige“ Arbeit des Staatsarchivs ist, befinden sich die Scanns in der Datenbank szukajwarchiwach.pl NICHT.

Eine Liste der gescannten Dokumente finden Sie hier: http://siliusradicum.pl/ksiegi-metrykalne/ (mit einer deutschen Beschreibung der Tätigkeit). Es werden grundsätzlich katholische, evangelische und jüdische Urkunden aus den Jahren 1800-1874 (also bis zur Entstehung der Standesämter) bearbeitet. Es sind Duplikate der Kirchenbücher, die damals an die zuständige Gerichte abgegeben wurden.

Die Dateien werden bei Dropbox aufbewahrt, können aber frei runter geladen werden. Es ist auch sinnvoll alle Bilder erst runter zu laden und dann auf dem eigenen Rechner durchsuchen.

Namensindexe

Einige der Urkundenbücher wurden auch indexiert: http://siliusradicum.pl/zasoby/indeksy/. Momentan betrifft es nur Beuthen (Bytom), Alt Tarnowitz (Stare Tarnowice), Gleiwitz (Gliwice) St. Bartholomäus und Zyglin (Żyglin) bei Georgenberg (Miasteczko Śląskie).

Die Indexe werden im Form von Excel-Dateien dargestellt.

Forum

Wer polnisch spricht, kann auch in den Diskussionen bei dem Forum teilnehmen: siliusradicum.pl/fora/.

Warum „Silius Radicum“?

Von Anfang an hatte ich ein Problem mit dem Namen, weil ich mir ihn nicht merken konnte 🙂 Und wusste auch nicht was es bedeutet (Latein bin ich nicht mächtig, obwohl es mir in diesem Fall auch nicht weiter geholfen hätte). Es gibt aber eine Erklärung dafür:

„Schlesische Wurzeln“ heißt Latein „radices silesienses“. Durch ein Wortspiel ist dann „Silius Radicum“ entstanden 🙂 So rätselhaft und geheimnisvoll, wie die Ahnenforschung selbst 🙂

 

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Standesamtsurkunden – was hat sich in den Abschriften geändert?

Ich möchte wieder das Thema „Abschriften“ ansprechen. Es hat sich einiges seit der Veröffentlichung der früheren Posts (gekürzte Heiratsurkunde, , gekürzte Geburtsurkunde, vollständige Geburtsurkunde) zu diesem Thema geändert, andere Sachen habe ich neu entdeckt.

Erstens – die Formulare wurden geändert.

Die neuen sehen etwas „moderner“ aus, hier kannst Du das Muster der gekürzten Geburtsabschrift sehen und hier der vollständigen (erste Seite, zweite Seite). Der Datenumfang ist gleich geblieben. Weiter lesen „Standesamtsurkunden – was hat sich in den Abschriften geändert?“

Alte Urkunden – über die 100 Jahre Grenze

Alte Urkunde

Die „100 Jahre Regel“ (aber auch 80)

Ich habe neulich eine Anfrage bekommen, wo sich um standesamtliche Urkunden aus dem Jahr 1911 handelte. Es spielt eine Rolle, welches Dokument wird gemeint. Die Dokumente werden an das zuständige Staatsarchiv nach folgendem Prinzip verschoben:

  • Geburtsurkunden nach 100 Jahren
  • Heirats- und Sterbeurkunden nach 80 Jahren

So sagt die Theorie 🙂

So soll es eigentlich sein, in der Praxis sieht es aber unterschiedlich aus. In Gleiwitz wurden vor Kurzem noch alle Dokumente in dem Standesamt gelagert, weil es in dem Archiv.. keinen Platz dafür gab! Mittlerweile gibt es im gleiwitzer Archiv Urkunden bis zu dem Jahr 1910.

Und wie können Sie überprüfen

…wo sich genau die gesuchten Dokumente momentan befinden? Ich würde hier wieder an die Datenbank PRADZIAD kommen, wo einfach die Bestände der einzelnen Staatsarchive durchgesucht werden können. Dort finden Sie auch die Kirchenbücher der unterschiedlichen Kirchengemeinden (katholisch, evangelisch, jüdisch usw.). Wenn der Jahrgang noch nicht auf der Liste steht heißt es, dass man danach in dem Standesamt suchen soll.
Die Suchmaske ist einfach und auch in englisch vorhanden, in meinem Handbuch finden Sie jedoch Übersetzungen der einzelnen Begriffe.

Unterschiede zwischen dem Standesamt und dem Archiv

Na gut, aber was macht den eigentlichen Unterschied zwischen dem Standesamt und dem Archiv?

  • der Zugang zu den Dokumenten. In dem Standesamt müssen Sie beweisen, dass Sie mit der befragten Person verwandt sind, im Archiv dürfen Sie durchstöbern was Sie nur wollen.
  • in dem Standesamt bekommen Sie sehr selten eine Kopie. Es werden hauptsächlich Abschriften gemacht, die teurer sind und unvollständig sein können (z.B. ohne Randvermerken), oder Fehler haben.

Wenn Sie selbst so einen Fall haben, dass die Dokumente schon alt genug sind um in das Staatsarchiv verschoben zu werden, bleiben aber immer noch in dem Standesamt würde ich Ihnen empfehlen ein oder zwei Jahre zu warten bis die Dokumente in das Staatsarchiv eintreffen. Dann können Sie das Archiv anschreiben und die Kopien beantragen, die für den Ahnenforscher doch von größerer Bedeutung als die Abschriften sind.

Bei polnischen Behörden – immer genau anfragen

Office

Die polnische Behörden verstehen kein Spaß 😉

… und betrachten jede Anfrage sehr ernst. Es ist eigentlich gut so, man will doch ernst genommen werden, oder? 🙂

Was soll man darunter verstehen?

Vor allem, dass die Anfragen mit allen Daten gestellt werden sollen. Selbst die Anfragen, die ganz harmlos und allgemein zu sein scheinen.

Ich wurde letztens gebeten bei einem Standesamt nachzufragen, ob es dort die Geburtsurkunden von dem Jahr 1941 gibt. Ich habe schnell eine kurze E-mail mit dieser Frage zusammen gefasst und weg geschickt. Nach weniger Zeit habe ich eine Rückmeldung bekommen, leider ohne Antwort. Ich wurde aber darum gebeten meine genaue Daten anzugeben! Also vollständiger Name, Adresse usw. Und ich habe nur eine ganz harmlose, allgemeine Frage gestellt, die eigentlich nichts mit mir, meinen Recherchen oder meinen Vorfahren zu tun hatte!

Es klingt vielleicht etwas komisch, für manche ist es bestimmt selbstverständlich, aber wenn man sich schön vorstellt, erreicht man mehr 🙂

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