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Die Geschichte von Reinschdorf / Renska Wies bei Cosel in Oberschlesien

Dank der modernen Technik, zahlreichen Suchmöglichkeiten und Informationsquellen, ist es heute viel einfacher die Ortsgeschichte zu erkunden. Auch die Veröffentlichung eines Buches ist viel einfacher geworden und schon nicht mehr so teuer. Die Initiativen boomen.

Eine davon betrifft Reinschdorf (heute Reńska Wieś) bei Cosel in Oberschlesien. Schon in dem letzten Post habe ich ein Buch aus dieser Gegend vorgestellt.  Jetzt handelt es sich um eine Monographie des Dorfes Reinschdorf, geschrieben von Tomasz H. Kandziora, dem Gemeindevorsteher von Reńska Wieś. Herr Kandziora ist auch ein aktiver Mitglied der deutschen Minderheit.  Weiter lesen „Die Geschichte von Reinschdorf / Renska Wies bei Cosel in Oberschlesien“

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Gefallendenkmäler aus dem Raum Cosel / Oberschlesien

Auch in kleinen Orten gibt es Leute, die mit der örtlichen Heimat sehr verbunden sind. Das gilt für Gebiete, wo die Bevölkerung erst seit Ende des II WK lebt und um so mehr für Orte, wo die gleichen Familien seit Jahrhunderten wohnen. Die Söhne der Familien haben leider auch in Kriegen gekämpft und dabei oft ihr Leben geopfert. Das kennen wir wohl alle auch aus der Geschichte der eigenen Familien.

Im Januar habe ich bei „Gość Niedzielny“ (eine katholische Wochenzeitschrift) eine Buchrezension gelesen. Der Titel „100 Jahre nach dem Großen Krieg 1914-1918“ (auch auf Deutsch geschrieben) hat mich aufmerksam gemacht und ich habe gedacht, dass es bestimmt etwas für meine Leser ist 🙂

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Ein Bericht aus dem Staatsarchiv Oppeln

In der letzten Zeit habe ich wieder das Staatsarchiv in Oppeln besucht. Ich war nicht das erste mal dort, aber einige Sachen waren für mich neu und haben mich überrascht. Aber der Reihe nach:

Lage und Anfahrt

Das Archiv liegt zentral in der Stadtmitte, gleich an dem Hauptmarkt. Wie in jeder Stadt, auch in Oppeln ist es schwierig in der Stadtmitte einen freien Parkplatz zu finden. Die, die sich entscheiden mit dem Zug zu kommen haben es einfacher, aus dem Hauptbahnhof erreicht man das Archiv zu Fuß in ca. 10 Minuten.

Wie auch in anderen Staatsarchiven, auch hier wird es gebeten die Mäntel und Taschen in einem Schließfach im Korridor zu lassen. Die Kamera darf man natürlich mitnehmen und Bilder (ohne Blitzlicht) machen. Weiter lesen „Ein Bericht aus dem Staatsarchiv Oppeln“

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Eingangstür bei dem Staatsarchiv Gleiwitz

Staatsarchiv in Gleiwitz

Schon merkwürdig, dass ich hier schon einige Staatsarchive beschrieben habe, aber das Archiv in meiner Heimatstadt Gleiwitz noch nicht. Es wird also langsam Zeit dafür 🙂

Das Archiv befindet sich im Stadtzentrum, nicht weit von dem Marktplatz entfernt. Das Gebäude ist leider nicht gerade sehr repräsentativ. Es ist ein Bungalow, auf einer alten Karte als „Ausstellhaus“ beschrieben. Bemerkenswert ist aber die Eingangstür, wie auf dem Beitragsbild oben zu sehen ist.

Das Archiv ist nicht jeden Tag geöffnet! Momentan sind es nur drei Tage in der Woche: Montags 9:00-14:00 Uhr, Mittwochs 9:00-17:00 Uhr und Donnerstags 9:00-14:00 Uhr. Hier gibt es die Öffnungszeiten für alle Kattowitzer Archive: http://www.katowice.ap.gov.pl/p,99,godziny-otwarcia-czytelni

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Staatsarchiv Kattowitz - das Gebäude

Staatsarchiv Kattowitz – modern und groß

In den letzten Tagen habe ich wieder ein Staatsarchiv besucht, dieses mal in Kattowitz. Es hat mich wegen seiner Größe überrascht, aber das müsste man schon bei einem Archiv, das so ein weitreichendes Gebiet umfasst, vermuten. Mit Größe meine ich nicht unbedingt das Gebäude, es tut sich dort einfach viel mehr, es gibt mehr Besucher, mehr Personal, die Prozeduren sind an das große Volumen der Bestände angepasst.

Der Arbeitsraum ist sehr groß und bequem. Die Arbeitstische bieten genügend Platz selbst für mehrere Bücher und sind gut beleuchtet. Man kann noch eine zusätzliche Lampe direkt über dem Tisch einschalten. Gleichzeitig können mehrere Personen arbeiten, die sich gegenseitig nicht stören, weil die Tische weit auseinander gestellt sind.

Digitale Bestände werden auf den vorhandenen PC’s zugänglich gemacht, es gibt auch Lesegeräte für Mikrofilme. Das Archiv verfügt auch über einen Scanner.

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Diözesanarchiv in Oppeln - ein Bild aus dem Mikrofilm

Besuch im Diözesanarchiv Oppeln

Vor einigen Wochen habe ich das Diözesanarchiv in Oppeln besucht. Ich denke, es wäre wichtig hier vorzustellen wie die Arbeit dort aussieht, was zu beachten ist und welche Ergebnisse man erwarten kann.

Das Leben ist nicht einfach

  • Das erste Problem ist der Termin. Nein, es ist das Folge-Problem 🙂 Das erste Problem liegt darin, dass es in dem Archiv nur EIN Lesegerät zwei Lesegeräte für die Mikrofilme gibt. Und weil es dort NUR Mikrofilme gibt heißt es, dass an einem Tag nur eine Person zwei Personen arbeiten können. Was natürlich einen entscheidenden Einfluss auf die Termine hat – man muss schon mit einigen Monaten rechnen.
  • Das Personal ist gerade auch nicht besonders ausgebaut – es gibt nur einen einzigen Mitarbeiter – ks. Sebastian Krzyżanowski, der gleichzeitig auch der Archivdirektor ist. Dazu kommt noch, dass er zeitgleich als Pfarrer in einer kleinen Pfarrgemeinde  tätig ist. Es führt dazu, dass…
  • Das Archiv nur einmal in der Woche arbeitet, dienstags, zwischen 11:00 – 20:00 Uhr.
  • Die einzige Möglichkeit, Kopien aus den gefundenen Urkunden zu machen ist die eigene Kamera, mit der man… den Bildschirm abfotografieren kann! Eine zusätzliche Schwierigkeit ist, dass die Lampen auf dem Bildschirm reflektieren. Wenn die Lampen ausgeschaltet werden, ist es wieder in dem Raum zu dunkel 🙂 Manche Mikrofilme gibt es als Negative, sie sehen wie oben dargestellt aus, die Positive so:

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Katowice / Kattowitz

Oberschlesische Genealogische Gesellschaft (Górnośląskie Towarzystwo Genealogiczne) „Silius Radicum“

Auch in Oberschlesien ist eine genealogische Gesellschaft „Silius Radicum“ tätig. Sie konzentriert sich auf dem Gebiet um Kattowitz (grob bezeichnet) und arbeitet mit dem Staatsarchiv in Kattowitz zusammen.

Digitalisierung der Urkundenbücher

Diese Zusammenarbeit ist wohl für den Internet-Ahnenforscher von großer Bedeutung, weil die Mitglieder bei der Digitalisierung der Urkundenbücher helfen. Das Archiv selbst macht es nach eigenem Plan natürlich auch, aber die Gesellschaft bearbeitet Urkunden, die (noch) nicht in dem Plan stehen. Und was sehr interessant ist – die Scanns werden online gestellt!  Weil es aber wie gesagt keine „offizielle, planmäßige“ Arbeit des Staatsarchivs ist, befinden sich die Scanns in der Datenbank szukajwarchiwach.pl NICHT.

Eine Liste der gescannten Dokumente finden Sie hier: http://siliusradicum.pl/ksiegi-metrykalne/ (mit einer deutschen Beschreibung der Tätigkeit). Es werden grundsätzlich katholische, evangelische und jüdische Urkunden aus den Jahren 1800-1874 (also bis zur Entstehung der Standesämter) bearbeitet. Es sind Duplikate der Kirchenbücher, die damals an die zuständige Gerichte abgegeben wurden.

Die Dateien werden bei Dropbox aufbewahrt, können aber frei runter geladen werden. Es ist auch sinnvoll alle Bilder erst runter zu laden und dann auf dem eigenen Rechner durchsuchen.

Namensindexe

Einige der Urkundenbücher wurden auch indexiert: http://siliusradicum.pl/zasoby/indeksy/. Momentan betrifft es nur Beuthen (Bytom), Alt Tarnowitz (Stare Tarnowice), Gleiwitz (Gliwice) St. Bartholomäus und Zyglin (Żyglin) bei Georgenberg (Miasteczko Śląskie).

Die Indexe werden im Form von Excel-Dateien dargestellt.

Forum

Wer polnisch spricht, kann auch in den Diskussionen bei dem Forum teilnehmen: siliusradicum.pl/fora/.

Warum „Silius Radicum“?

Von Anfang an hatte ich ein Problem mit dem Namen, weil ich mir ihn nicht merken konnte 🙂 Und wusste auch nicht was es bedeutet (Latein bin ich nicht mächtig, obwohl es mir in diesem Fall auch nicht weiter geholfen hätte). Es gibt aber eine Erklärung dafür:

„Schlesische Wurzeln“ heißt Latein „radices silesienses“. Durch ein Wortspiel ist dann „Silius Radicum“ entstanden 🙂 So rätselhaft und geheimnisvoll, wie die Ahnenforschung selbst 🙂

 

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